à la con

  • 4 Posts
  • 149 Comments
Joined 2 years ago
cake
Cake day: June 25th, 2024

help-circle

  • regarding immigration. it’s sad to see you fall for the nationalist take.

    when the old man saw things much more clearly.

    On The Lausanne Congress

    https://www.marxists.org/archive/marx/iwma/documents/1867/lausanne-call.htm

    “The power of the human individual has disappeared before the power of capital, in the factory the worker is now nothing but a cog in the machine. In order to recover his individuality, the worker has had to unite together with others and create associations to defend his wages and his life. Until today these associations had remained purely local, while the power of capital, thanks to new industrial inventions, is increasing day by day; furthermore in many cases national associations have become powerless: a study of the struggle waged by the English working class reveals that, in order to oppose their workers, the employers either bring in workers from abroad or else transfer manufacture to countries where there is a cheap labour force. Given this state of affairs, if the working class wishes to continue its struggle with some chance of success, the national organisations must become international.”








  • yeah i agree. but I’d like to highlight that prevention is not a necessarily a question of individual responsibility only. in my mind it’s more an issue of society deciding to take action on an issue and using the power of regulations to make them come true. e.g., simply disallowing smoking in certain places, adding these rather gruesome images to cigarette packs (I’m no fan of the increased taxes, as they make cigarettes smuggling attractive). or limiting alcohol advertisement in the public. another example might be the French national(!) government deciding that the number of drownings had become intolerable and that therefore state sponsored swimming pools had to be built. back to obesity: i think the opposition of the food industry to any kind of regulation is quite telling. they gaslight us into believing that it’s all a question of individual responsibility and that coca cola can be part of a healthy diet, or that a single serving of chips is about 23.537g , or that ultra high processed food is dubious as a category of discourse, or whatnot. so, no. prevention is a societal effort and the individual responsibility take is highlighted by interested parties.

    it’s really is topic doctors should prescribe for those with low blood pressure. https://thereader.mitpress.mit.edu/how-coca-colas-calories-out-myth-backfired-spectacularly/


  • i think we have to differentiate between the scientific (which is difficult in it’s own right) and the social discourse. my (hazy) recollection from uni is that prevention is (almost?) always more effective and efficient than treatment, smoking, drinking, sex ed, etc come to mind.

    unfortunately, prevention is heavily underused, as a public health method. i guess there’s not enough money to be made in preventing disease instead of curing it. come to think of it, this type of medication is actually gold, as it does not cure anything, but requires constantly taking it. to be clear: the issue is not taking medication which does not cure the underlying issue (your insulin example), but taking medication in lieu of attacking the underlying issue.

    (sorry for rambling a lil bit)





  • started learning French during the pandemic, first with some app but then switched to an 1-1 online course, one hour every week, and stayed with it. right now I’m somewhere at B1 level which might but be much, but suffices for reading (technical) books, newspapers, and everyday communication. i try to listen to a lot of French music (with lyrics on, to help me get into the rhythm if the language and maybe learn some new lingo), watch movies (Love Star Trek), listen to the radio, bla blub.

    the things is to find something you care about in the other language/culture. then, learning the language will give you access to something which is already important to you and keeping up with your learning becomes more easy. my2c






  • und ein Update. Copy Pasta wg Tagesspiegel plus Artikel und Debatte um archive.[*]

    Quelle: https://www.tagesspiegel.de/wissen/experten-zum-streit-um-mario-voigts-doktorarbeit-man-kann-eine-teilweise-plagiierte-arbeit-nicht-retten-15199127.html

    —SNIP—

    zum Hauptinhalt Der Tagesspiegel Abo Hauptmenü

    Mario Voigt soll seinen Doktortitel verlieren.

    © dpa/Martin Schutt Tagesspiegel Plus Exklusiv Experten zum Streit um Mario Voigts Doktorarbeit: „Man kann eine teilweise plagiierte Arbeit nicht retten“

    Die TU Chemnitz erkennt den Doktortitel ab, Thüringens Ministerpräsident wehrt sich vor Gericht. Dabei geht es um zwei Gutachten und die Frage, ob drei Prozent Betrug eine Bagatelle wären. Eine Analyse. Von

    Robert Ide Tilmann Warnecke
    

    Stand: 29.01.2026, 18:25 Uhr

    In der ostdeutschen Politik jagt gerade eine Eilmeldung die nächste: Kurz nach der Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt platzte nebenan in Thüringen eine Bombe, gezündet wiederum nebenan in Sachsen. Die TU Chemnitz teilte am Mittwochabend mit, dass sie Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) seinen Doktortitel aberkennt. Das Verfahren darum ist so kompliziert wie manche akademische Abschlussarbeit und zieht nun ein monatelanges juristisches Nachspiel nach sich.

    Die politischen Folgen aber folgten unmittelbar. Thüringens radikaler AfD-Chef Björn Höcke forderte umgehend den Rücktritt von Voigt. Die anderen Parteien schlossen sich dem nicht an; die Linke bemängelte allerdings, dass Voigts Krisenkommunikation in dieser Sache über die Staatskanzlei laufe.

    In einer Erklärung hat Voigt angekündigt, den Entschluss der Universität beim zuständigen Verwaltungsgericht anzufechten. Seinen Doktortitel will er zunächst nicht tragen. Voigt hatte seine Dissertation zum Thema „Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf. George W. Bush gegen John F. Kerry“ im Jahr 2010 abgeschlossen. Diese Wahlen in den USA hatte Voigt 2004 vor Ort beobachtet – mit den Erkenntnissen schrieb er seine wissenschaftliche Arbeit und beriet später Angela Merkel bei ihren Wahlkämpfen. Thüringens Ministerpräsident Voigt „Ich bin kein Jammerossi und die Bürger auch nicht“

    Die Philosophische Fakultät der TU hatte Voigts Doktorarbeit zuletzt eineinhalb Jahre lang geprüft, nachdem ihr Plagiatsvorwürfe angezeigt worden waren. Beanstandet werden offenbar sogenannte „Belegplagiate“. Demnach hätte Voigt von ihm zitierte Quellen nicht im Original ausgewertet, sondern aus der Sekundärliteratur übernommen. Voigt sagt nun zu seiner Verteidigung, die beanstandeten Textstellen bezögen sich nur auf 2,58 Prozent der Wörter in der Arbeit und bezeichnete die Entscheidung der Fakultät als „nicht nachvollziehbar“ und „höchst ungewöhnlich“. Warum zählt das erste Gutachten nicht?

    Brisant wird der Streit durch ein unabhängiges Sachverständigen-Gutachten, das die Universität zunächst selbst in Auftrag gegeben habe und welches Voigt nach dessen Darstellung entlastet haben soll. Die Universität habe dann aber im laufenden Verfahren im Mai 2025 „neue Bewertungsmaßstäbe für Plagiatsverfahren eingeführt und anschließend gezielt auf seine Dissertation angewendet“, beklagt Voigt. Dies habe zu einem zweiten Gutachten geführt, heißt es aus Thüringer Regierungskreisen, was wiederum Grundlage der jetzigen Entscheidung sei.

    Auf Voigts Vorwürfe ging die TU Chemnitz am Donnerstag nicht im Detail ein. Der Erweiterte Fakultätsrat der zuständigen Philosophischen Fakultät habe Voigt den Doktorgrad „einstimmig“ entzogen, teilte die Universität auf Tagesspiegel-Anfrage mit. Der Fakultätsrat habe „nach sorgfältiger Auswertung aller Unterlagen und in Abwägung der berechtigten Interessen aller Beteiligten“ entschieden. Er habe sich dabei mit allen vorliegenden Informationen intensiv auseinandergesetzt. „Für die Plagiatsprüfung ist die Abwägung aller vorhandenen Quellen wesentlich“, teilte die Hochschule weiter mit. „Das externe Gutachten kann daher nicht alleinige Grundlage der Entscheidung sein.“

    Wenn die eingereichte Arbeit so nicht hätte angenommen werden dürfen, würden Gerichte einen Entzug des Doktorgrads bestätigen.
    

    Gerhard Dannemann, Plagiatsexperte an der Humboldt-Universität

    Eine öffentlich einsichtbare Dokumentation der Plagiatsvorwürfe wie etwa bei der Doktorarbeit von Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) gibt es bisher nicht. Auch die Angaben von Voigt zum Gutachten sind bisher nicht überprüfbar. Da diese Details noch nicht bekannt sind, sei der konkrete Fall von außen bislang schwer zu beurteilen, sagt Gerhard Dannemann, emeritierter Jura-Professor an der Humboldt-Universität und einer der führenden Köpfe hinter der Plattform „Vroniplag Wiki“, dem Tagesspiegel.

    Prinzipiell sei klar, dass es eine Art „Prozentgrenze in Plagiatsfällen“ nicht gebe, sagt Dannemann. Zwar würde ein einzelnes Fehlzitat nicht zum Titelentzug führen, der Umfang und der Inhalt der Täuschungen würde immer abgewogen. Er kenne einen Fall an der Freien Universität, in dem ein Doktorgrad wegen viereinhalb Seiten Plagiats auf 167 Textseiten entzogen wurde. Das wären auch unter drei Prozent. Ist der „wissenschaftliche Kern“ einer Arbeit entscheidend?

    Die oft und auch von Voigt vorgebrachte These, der Titel dürfe nicht entzogen werden, solange der „wissenschaftliche Kern“ der Arbeit nicht betroffen sei, hält Dannemann für „rechtlich irrelevant“. Die gängige Verwaltungsgerichtspraxis besage seit Jahrzehnten, dass die gesamte eingereichte Arbeit gewürdigt werden muss. „Wenn die eingereichte Arbeit so nicht hätte angenommen werden dürfen und eine Täuschung nachweisbar ist, würden Gerichte einen Entzug des Doktorgrads bestätigen“, sagt Dannemann.

    So denkt auch der Bonner Jurist Klaus Gärditz, der viele Plagiatsfälle rechtlich begleitet hat. „Man kann eine teilweise plagiierte Arbeit nicht retten, wenn man noch eigenständige Passagen findet“, sagt Gärditz. Das Bundesverwaltungsgericht lasse aber eine Hintertür offen, wenn sich Plagiatsstellen gemessen an dem eigenständigen Gesamtertrag einer Arbeit letztlich als Bagatelle erweisen würden. Hier – und bei der Bewertung der beiden unterschiedlichen Gutachten – dürfte die Verteidigung von Mario Voigt vor Gericht ansetzen. Mehr zu Plagiatsfällen in der Politik: Politiker und ihre unsauberen Doktorarbeiten Die Rücktrittskultur sollte hinterfragt werden Manja Schreiner verliert Doktortitel und Amt Berlins Verkehrssenatorin hätte ihren Rücktritt verhindern können „Ein Flickenteppich aus Plagiaten“ Auch Franziska Giffeys Masterarbeit weist offenbar Mängel auf

    Die juristische Entscheidung könnte also nicht nur politische Folgen haben, sondern auch akademische. Dabei geht es auch um die Frage, als wie schwerwiegend man „Belegplagiate“ in einer Doktorarbeit bewertet, um die es im Fall von Voigt gehen soll. Experte Dannemann hält diese prinzipiell für „die gefährlichste Form der Plagiate“. Wenn Autoren die Primärquelle nicht selbst prüfen würden, würden potenzielle Irrtümer im Wissenschaftsbetrieb immer wieder aufs Neue verbreitet.

    Der Streit dürfte also noch viele Fußnoten produzieren in den nächsten Monaten. Und am Ende auch wieder eine Eilmeldung.

    Fortlaufende Hintergründe zur Politik in Thüringen und in Ostdeutschland gibt es im wöchentlichen Tagesspiegel-Newsletter „Im Osten“ – zum kostenlosen Abo geht es hier.

    Zur Startseite

    AfD
    Angela Merkel
    Björn Höcke
    CDU
    Hochschulen
    Sachsen
    Sachsen-Anhalt
    Thüringen
    USA 
    
    Impressum
    Kontakt
    Datenschutzerklärung
    Datenschutz-Einstellungen
    Barrierefreiheit
    Utiq verwalten
    Mediadaten 
    

    console.debug({ userId: “”, verifiedBot: “false”, botCategory: “” })

    —SNAP—